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Pfingsten- Fest des Heiligen Geistes
am 25.Mai 2012....„aber wie soll ich mir den Heiligen Geist vorstellen?"
Diesen Stoßseufzer habe ich mehr als einmal gehört. Und wie soll man das auch verstehen, diese männliche Trinität, deren dritte Person der Heilige Geist ist?
Ein zusätzliches Problem entsteht durch die Mehrdeutigkeit des Wortes Geist in der deutschen Sprache. Geist kann eine Essenz bezeichnen (der Geist einer Epoche,
der Geist des Weins) es kann aber auch von guten und bösen Geistern oder gar Gespenstern die Rede sein, und es gibt noch viele andere Bedeutungsvarianten.
In der Pfingst-Geschichte vom Wirken des Heiligen Geistes (Apostelgeschichte 2 - spannend zu lesen!) nimmt Petrus in seiner Predigt – der allerersten Pfingst-Predigt – Bezug auf den Propheten Joel. Der hatte etwa 400 Jahre zuvor davon gesprochen, dass Gott seinen Geist über die Menschen ausgießen werde.
Und dieser Geist ist, dem Wortsinn nach, derselbe, durch den Gott auch den ersten Menschen –Adam – erschaffen hat, Gottes Ruach. Es ist der Atem Gottes.
Und so ist Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes, die Erinnerung an Gottes alles verändernde Lebenskraft, Gottes bewegenden Atem.
Ich finde dieses Verständnis vom Heiligen Geist ermutigend und befreiend, und ich wünsche Ihnen und mir nicht nur zu Pfingsten, von diesem Atem Gottes umweht aber durchaus auch einmal durchgeschüttelt zu werden.
Angelika Schmidt-Biesalski
Bild: Heilige Dreifaltigkeit- Rubljov Ikone 15. Jahrhundert
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